Tagesmeditation vom 11. Februar als Audiodatei:
Die aktive Sucht war kein Picknick. Viele von uns sind gerade noch mit dem Leben davongekommen. Aber lautstark auf die Krankheit zu schimpfen, darüber zu klagen, was sie uns angetan hat, uns zu bedauern wegen des Zustandes, in den sie uns gebracht hat - so etwas kann uns nur in einem Geist von Bitterkeit und Groll verharren lassen. Der Weg zur Freiheit und zu spirituellem Wachstum beginnt dort, wo die Bitterkeit endet: mit Annahme.
Wir können das Leiden, das die Sucht gebracht hat, nicht leugnen, aber es war diese Krankheit, die uns zu Narcotics Anonymous gebracht hat. Ohne sie hätten wir die Segnungen der Genesung weder gesucht noch gefunden. Indem sie uns isolierte, zwang sie uns dazu, Gemeinschaft zu suchen. Indem sie uns leiden ließ, haben wir die Erfahrung gemacht, die man braucht, um anderen zu helfen. Niemand sonst hat diese einzigartigen Voraussetzungen, um Hilfe zu leisten. Indem die Sucht uns auf die Knie zwang, gab sie uns die Möglichkeit, uns der Fürsorge einer liebenden Höheren Macht anzuvertrauen.
Wir wünschen niemandem die Krankheit Sucht. Es bleibt aber die Tatsache, dass wir Süchtige diese Krankheit nun einmal haben - und dass wir außerdem ohne diese Krankheit vermutlich nie unseren spirituellen Weg beschritten hätten. Tausende von Menschen suchen ihr ganzes Leben lang das, was wir in Narcotics Anonymous gefunden haben: Gemeinschaft, einen Sinn im Leben, eine bewusste Verbindung zu einer Höheren Macht. Heute sind wir dankbar für alles, was uns diese Segnungen beschert hat.
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Text des ‘Nur für heute’
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