Tagesmeditation vom 17. März als Audiodatei:
Bevor wir zu NA kamen, dachten viele von uns, wir wären tapfer, aus dem einfachen Grund, weil wir nie das Gefühl der Angst erlebt hatten. Wir hatten alle unsere Gefühle, unter anderem Angst, mit Drogen erstickt, bis wir uns selbst überzeugt hatten, harte, mutige Menschen zu sein, die unter keinen/keinerlei Umständen zusammenbrechen würden.
Mut in Drogen zu finden, hat jedoch nichts mit unserem heutigen Lebensweg zu tun. Clean und in Genesung kommen wir gar nicht umhin, uns manchmal ängstlich zu fühlen. Wenn wir zum ersten Mal merken, dass wir uns ängstigen, kann es sein, dass wir uns für Feiglinge halten. Wir haben Angst davor, den Hörer in die Hand zu nehmen, weil uns die Person am anderen Ende vielleicht nicht versteht. Wir haben Angst davor, jemanden um Sponsorschaft zu bitten, weil er oder sie nein sagen könnte. Wir haben Angst davor, Arbeit zu suchen. Wir haben Angst davor, mit unseren Freundinnen und Freunden ehrlich zu sein. Alle diese Ängste sind aber natürlich und sogar gesund. Ungesund ist es, uns von der Angst lähmen zu lassen.
Wenn wir unserer Angst erlauben, unser Wachstum zu stoppen, werden wir verlieren. Wahrer Mut ist nicht, keine Angst zu haben, sondern die Bereitschaft, durch die Angst hindurch zu gehen.Nur für Heute – Anmeldung
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Text des ‘Nur für heute’
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